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Belén Uriel
Sand, Paper, Scissors

26 Feb 2016 — 29 Mai 2016

Projektraum

„Sand, Paper, Scissors“ ist eine Ableitung von „Rock, Paper, Scissors“, dem im Deutschen unter „Schnick Schnack Schnuck“ bekannten Spiel, in dem verschiedene Materialien oder Gegenstände gegeneinander antreten. In ihrer Ausstellung im Projektraum des Museums Wiesbaden sind diese Materialien (und der Gegenstand) der Ausgangspunkt der drei gezeigten Arbeiten: Das Ursprungsmaterial der Glasarbeiten Untitled (Vitral) / Ohne Titel (Kirchenfenster) von 2015/16 und Blue Chain / Blaue Kette von 2016 ist Sand. Lama no Sapato / Schlamm auf dem Schuh von 2014/15 ist aus Papier gemacht, das mit der Schere in seine sehr unpapierhafte Form gebracht wurde.

Belén Uriel überführt industriell, maschinell oder handwerklich gefertigte Objekte oder Spuren maschineller Tätigkeit in andere Materialien und entkleidet die Ursprungsgegenstände damit ihrer Bedeutung. Was bleibt, sind bekannte Gegenstände, deren Bedeutung nun in ihrer Form besteht, oder neue Formen aus bekannten Mustern des täglichen Lebens.

In der Arbeit Lama no Sapato wurden etwa Reifenspuren im Matsch abgegossen und ihr Muster in eine Kreisform überführt. In einer Reihe am Boden angeordnet, erhalten die Reifenspuren in neuer Form einen neuen, skulpturalen Wert.

Die Arbeit Untitled (Vitral) entstand für das Museum Wiesbaden. Seine Formensprache ist von zerbrochenen und von Klebeband zusammengehaltenen Glasscheiben abgeleitet. Angebracht an den großen Fenstern Theodor Fischers überprüfen die als Kirchenfenster deklarierten und als Bruchscheiben angefertigten Glasobjekte den ästhetischen Wert gebrochener und verklebter Scheiben.

Belén Uriel, (*1974 in Madrid) lebt und arbeitet in Lissabon und London. Sie studierte an der Complutense Universität in Madrid und am Chelsea College in London.

Die Produktion der Glasarbeiten wurde ermöglicht durch die Unterstützung von Vicarte, Vidro e ceramica para artes in Lissabon.

 

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