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Fluxus 1962

FLUXUS AT 50

3. Juni – 23. September 2012   

Ausblick mit BigCityTV *Film1 (1,55 Min) *Film2 (7,15 Min)

Im Sommer 2012 begeht das Museum Wiesbaden das 50jährige Jubiläum der weltweit ersten Fluxus-Performance, die zwischen dem 1. und dem 23. September 1962 im Rahmen der Fluxus-Festspiele Neuester Musik im Vortragsaal des Museums stattfand.

Das Museum plant hierfür ein Jubiläumsfestival, das dem ephemeren, ‚anti-o bj e kth afte n ’ Charakter der Fluxusbewegung gerecht wird. In Zusammenarbeit mit Ben Patterson, der zugleich Gründungsmitglied der Gruppe und heute noch in Wiesbaden lebender Künstler ist, organisiert das Museum eine Ausstellung, die sich dem performativen Charakter der Fluxuskunst widmet. Neben Filmausschnitten, Hörproben und der Ausstellung von in Performances entstandenen Objekten plant das Museum in Zusammenarbeit mit dem Institut für zeitgenössische Musik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt und dem Staatstheater Wiesbaden sowohl die Aufführung einiger der bekanntesten Fluxus-Stücke, als auch die Präsentation moderner Aufnahmen klassischer Fluxusvorbilder.

Mittelpunkt der Ausstellung wird ein vor dem Museum errichteter, von Ben Patterson entworfener Fluxus-Pavillon sein, der zugleich zur Einstimmung, Recherche und zum Verweilen in einem fluxistischen Environment geplant ist. Der Pavillon soll als Aufenthaltsort für Besucher, zentraler Informationspunkt aller Wiesbadener Fluxusaktivitäten, sowie als Café und Mediathek dienen.

Die Ausstellungsinszenierung im Museum Wiesbaden soll ein labyrinthischer Durchgang durch Geschichte und Methoden der Fluxusbewegung sein. Werke der Ausstellung werden vorrangig von den an der Performance im Museum Wiesbaden beteiligten Künstlern, darunter Nam June Paik, Ben Patterson, George Maciunas, Emmett Williams, Wolf Vostell, Alison Knowles und Dick Higgins stammen.

Ziel der Ausstellung ist es, den anarchischen, schauspielerischen und musikalischen Geist der Fluxus-Bewegung einzufangen, für die heutige Besuchergeneration erlebbar zu machen und den Blick auf das Erbe der Bewegung zu richten (‚Did we change the world’?).

Die Parallelen zwischen der Interaktivität des Internet und der auf Kommunikation mit dem Publikum ausgelegten Kunstrichtung Fluxus soll in einer Website aufgegriffen werden, die sich der Methoden des Fluxus (Fragebögen, Erarbeitung eigener Kunstwerke, direkter Kommunikation, Einbezug von Musik) bedient.

Ein besonderer Schwerpunkt soll auf den Genius Loci Wiesbaden gelegt werden, wo das erste Festival seinen Ausgangspunkt hatte. Dafür sollen Zeitzeugen und wichtige Wegbereiter von Fluxus, wie etwa Ute und Michael Berger, befragt und einbezogen werden. Das Festival soll damit auf einen der interessantesten Avant-Garde-Momente der StadtWiesbaden verweisen.

 

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

 

 

 

 

Der Raum der Linie

Der Raum der Linie
Amerikanische Zeichnung und Skulptur

12. Juli – 07. Oktober 2012

Mit dem Raum der Linie präsentiert das Museum Wiesbaden eine präzise Auswahl überwiegend amerikanischer Künstler der sechziger und siebziger Jahre aus einer Münchner Privatsammlung.
Die besondere Qualität der Sammlung liegt dabei in der Gegenüberstellung konzentrierter Konvolute, die einen großen Teil der künstlerischen Reflektionen auf dem Weg zu ihrer je eigenen Position und Aussage nachvollziehbar zu illustrieren vermögen. Neben zahlreichen Zeichnungen und Skizzen zeigen einzelne ausgewählte Skulpturen und Installationen die Fortführung und Umsetzung dieser Ideen in Materie und Raum. Das Gegenüber von Zeichnung und Objekt wird dabei als Dialog verstanden, in dem die Spannung zwischen räumlicher Vorstellung und tatsächlicher Erfahrung im Raum erörtert wird. Zugleich bietet sich damit ein Einblick in die dem Künstler eigene Suche nach einer Redefinition der künstlerischen Aussage und deren Bedeutung für die Betrachtung und Ausdeutung der Realität.
Vorgestellt werden: Carl Andre, Jennifer Bartlett, Mel Bochner, Alighiero Boetti, Bill Bollinger, Jan Dibbets, Dan Flavin, Robert Grosvenor, Michael Heizer, Donald Judd, Barry Le Va, Sol LeWitt, Robert Mangold, Walter de Maria, Agnes Martin, Gordon Matta-Clark, Charlotte Posenenske, Gerhard Richter, Bridget Riley, Robert Ryman, Fred Sandback, Alan Saret, Robert Smithson, James Turrell, Richard Tuttle und Anne Truitt.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Graphischen Sammlung in der Pinakothek der Moderne, München.

 

 

 

Max Beckmann

Oh mein Liebling ich werde so bös zu Dir sein
Quappi und Max Beckmann
Kabinettausstellung

31. Juli – 18. November 2012


Max Beckmann (1884–1950) lernte Mathilde Kaulbach (1904–1986), die unter ihren Freunden
aufgrund ihres Nachnamens liebevoll "Quappi" genannt wurde, 1924 in Wien kennen. Kurz nach der Scheidung von seiner ersten Frau Minna Beckmann‐Tube, vollzogen im Juni 1925, heiratete der Maler die 20 Jahre jüngere Quappi, die ihn bis zu seinem Lebensende begleitet und uns in unzähligen Porträts, Figurenbildern oder grafischen Arbeiten immer wieder begegnet. Dass es sich auch im Wiesbadener Gemälde Weiblicher Akt mit Hund um Quappi handelt, ist bislang nur wenigen Spezialisten bekannt. Mit dem Wissen aber, dass Beckmann hier seine zweite Frau dargestellt hat, gewinnt das Gemälde an Komplexität. Allgemeiner Inhalt und private Ikonografie verschmelzen so zu einem nur im ersten Moment sich in der Frivolität eines voyeuristischen Blicks erschöpfenden einzigartigen Bild. Mit präzisen ausgewählten, hochkarätigen Leihgaben, die die verborgene Vielschichtigkeit des Bildes entschlüsseln helfen, wird das Gemälde, in dem der Künstler – ohne dass man es zunächst merkt – selbst auch anwesend ist, erstmals in seinem vollen Gehalt erfahrbar.

 

 



Antonio Saura

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Antonio Saura
Retrospektive

30. November 2012 – 17. März 2013

Das Museum Wiesbaden zeigt im Herbst 2012 die erste umfassende Retrospektive des Lebenswerkes von Antonio Saura (1930–1998) in Deutschland. Der in Huesca/Spanien geborene Antonio Saura gehört zu den bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts und zu den prägendsten Exponenten der spanischen Malerei seiner Epoche.
Saura beginnt seine künstlerische Tätigkeit im Jahre 1947 als Autodidakt unter dem Einfluss von Yves Tanguy und Joan Mirò. Er experimentiert zunächst mit verschiedenen Techniken („grattages“, „rayogrammes“ usw.) und wendet sich auf der Suche nach der „wahren Landschaft des Unbewussten“ ab 1950 kurzzeitig dem Surrealismus zu. Ab 1956 beginnt er mit den thematischen Zyklen Damen und Selbstbildnisse ein sehr eigenständiges expressiv-gestisch strukturiertes Werk zu entwickeln. Ab 1959 widmet er sich großformatigen Zyklen (Schweißtücher, Bildnisse, Akte, Akt-Landschaften und Menschenmassen), auf deren Thematik er in seinem späteren Werk immer wieder zurückgreift.
Die Ausstellung widmet sich sämtlichen Schaffensphasen Sauras, stellt seine großen Bildserien in Hauptwerken dar, zeigt aber auch Aspekte seines illustrativen und zeichnerischen Oeuvres. Sie entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern und der Stiftung archives antonio saura, Genf und stellt mit über 190 Werken die umfassendste Retrospektive dar, die das Gesamtwerk des Künstlers in seiner ganzen Breite und Komplexität ausleuchten wird.

 

 

 

Friedrich Vordemberge-Gildewart

Friedrich Vordemberge‐Gildewart
"nichts – und alles"

24. November 2012 – Frühjahr 2013


Am 19. Dezember 2012 jährt sich der Todestag von Friedrich Vordemberge‐Gildewart (1899–1962) zum fünfzigsten Mal. Aus diesem Anlass wird unter dem Titel "nichts – und alles" eine Ausstellung präsentiert, die die verborgene Vielseitigkeit des zur ersten Stunde des deutschen Konstruktivismus' gehörigen Künstlers aufdeckt. Anhand sorgfältig ausgewählter Arbeiten aus dem Nachlass, der sich seit 1997 im Museum Wiesbaden befindet, wird der seit 1925 zur holländischen Künstlergruppe De Stijl um Piet Mondrian und Theo van Doesburg zugehörige Vordemberge‐Gildewart nicht nur als Maler und Grafiker vorgestellt, sondern darüber hinaus auch als Innenarchitekt, Typograf und Baugestalter.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch, das die bedeutendsten Arbeiten der unterschiedlichen Werkgruppen des Künstlers aus dem Bestand des Museum Wiesbaden versammelt und zugleich einen Überblick über seine Kunst sowie den umfangreichen Nachlass gewährt.
Ausstellung und Publikation werden gefördert durch die in Rapperswil/Schweiz ansässige Stiftung Vordemberge‐Gildewart.


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