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Moderne und Gegenwart

 

Internationale Kunst seit den 1960er-Jahren

Heute gehören die Moderne nach 1945 und die zeitgenössische Kunst zu den profiliertesten Positionen des Hauses. Einsetzend mit internationalen Vertretern des Abstrakten Expressionismus reichen die Künstlernamen hier von K. O. Götz über Gerhard Hoehme bis Mark Rothko und Ad Reinhardt. Mit Werken von Georg Baselitz, Jörg Immendorff und Gerhard Richter, sowie Arbeiten von Joseph Beuys, Nam June Paik, Wolf Vostell und Dieter Roth ist die deutsche Nachkriegskunst stark vertreten, allein mit zwölf Arbeiten von Eva Hesse das Werk einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Raum-Installationen von Jochen Gerz, Rebecca Horn und Ilya Kabakov, sowie Arbeiten der amerikanischen Minimal Art ergänzen den Bestand. In ähnlicher Weise wie diese Künstler an die Konstruktiven Positionen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anschließen, lässt sich mit Malern wie Otto Ritschl, Ulrich Erben und Raimund Girke, die vom Expressionismus begonnene Untersuchung der Farbe als Grundelement jeglicher Malerei verfolgen.

Das Interesse der Landeshauptstadt wie auch des Museums Wiesbaden an einer lebendigen Auseinandersetzung mit bedeutenden Strömungen internationaler Kunst drückt sich auch in dem Alexej-von-Jawlensky-Preis aus, der alle fünf Jahre in Erinnerung an das Lebenswerk des großen russischen Malers vergeben wird. Mit der Auszeichnung verbunden sind ein Geldpreis, eine Ausstellung im Museum Wiesbaden und der Ankauf einer Arbeit.

An der Stiftung des Preises beteiligt sind die Hessische Landeshauptstadt Wiesbaden, die Spielbank Wiesbaden und die Nassauische Sparkasse. Durch die Stiftung des Preises signalisieren die drei Träger-Institutionen, dass sie die Impulse, die von Alexej von Jawlensky auf das kulturelle Leben unserer Stadt ausgegangen sind, als Verpflichtung und als Maßstab betrachten.

Erstmals erhielt ihn 1991 die amerikanische Malerin Agnes Martin. 1996 wählte die international besetzte Jury den amerikanischen Maler Robert Mangold zum zweiten Preisträger. Dritter Preisträger wurde im Jahre 2003 der amerikanische Maler Brice Marden, der den Preis im Jahre 2004 anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Jawlensky — Meine liebe Galka!" erhielt (Ausstellung im Jahr 2008). 2007 wurde der Alexej von Jawlensky-Preis zum vierten Mal vergeben, diesmal an die mehrfache documenta-Teilnehmerin Rebecca Horn. Zur Preisverleihung im März 2007 wurde nicht nur die mit dem Preis verbundene Ausstellung eröffnet, sondern auch die Spiegelinstallation „Jupiter im Oktogon" eingeweiht.

Im Jahr 2010 erhielt der amerikanische Künstler Ellsworth Kelly den Jawlensky-Preis für sein Lebenswerk. Die Auszeichnung für herausragende Leistungen im Bereich der bildenden Kunst wurde ihm im Rahmen der Eröffnung der Preisträger-Ausstellung im März 2012 im Museum Wiesbaden verliehen.