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Form

 

Der Formenreichtum der Natur scheint unerschöpflich zu sein. Muscheln, deren Schalen in zarte Falten gelegt oder in wuchtigen Würfeln ausgebildet sind. Schnecken, die ihr Haus mit anderen Schneckenhäusern bestücken. Manche Krebse haben hochspezialisierte Schwimmbeine, die Anderen imponieren mit mächtigen Scheren. Seesterne gleichen Blumen und die Schönheit der zarten Stacheln mancher Seeigel lässt deren Gefährlichkeit in Vergessenheit geraten. Verschiedenste Schädelkonstruktionen vom riesigen Elefanten- bis zum kleinsten Fledermausschädel lassen erkennen, dass jede natürliche Form im Dienste des Organismus gut funktionieren muss. Ob Wasser- oder Landbewohner, jedes Tier und jede Pflanze zeugt davon, wie im Laufe der Evolution immer neue Antworten auf die Anforderungen des Lebens gefunden wurden. Mit den zahlreichen Schauobjekten werden Grundprinzipien der Formentstehung in der Natur präsentiert. Die Vielfalt an Früchten und Samen verdeutlicht dazu, wie der Mensch sich das Formbildungsvermögen der Natur zunutze gemacht hat. Mit der Ausstrahlungskraft der Objekte wirbt die Ausstellung für den Eigenwert der Natur. Darüber hinaus haben Naturformen seit Jahrhunderten das künstlerische Schaffen des Menschen angeregt. Der Biologe Ernst Haeckel (1834—1919) ließ sich von den Symmetrien natürlicher Formen faszinieren und sprach von den "Kunstformen der Natur".