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Zeit

 

Mit Versteinerungen aus der Region blickt die Ausstellung auf die Entstehungsgeschichte der heutigen Tiere und Pflanzen zurück. Vor 400 Millionen Jahren, als Hessen noch ein großes Meer war, lebten hier Schwämme, Korallen, Seelilien, Muscheln, Schnecken und Tintenfische. Auch die heute nicht mehr existierenden Trilobiten und Panzerfische zeugen vom Leben im Erdaltertum. Im Tertiär sah die Welt wieder ganz anders aus. Im flachen Meer jagten Riesenhaie Seekühe. Sumpflandschaften boten Lebensraum für Krokodile, Schildkröten, Fische und Frösche. Die Überreste dieser Pflanzen- und Tierwelt stammen aus 12 bis 38 Millionen Jahre alten Ablagerungen einer Meeresbucht auf der Fläche von Rheinhessen, dem Mainzer Becken. In jüngeren Ablagerungen des Ur-Mains und der Lahnmulde wurden Mammuts, Waldelefanten, Flusspferde, Hyänen, Hirsche und Bären gefunden. Die ältesten dieser Versteinerungen sind 890.000 Jahre alt, die jüngsten 20.000 Jahre. In dieser Zeit gab es mehrere starke Klimaveränderungen, die die Lebensgemeinschaften prägten. Der wärmeliebende Waldelefant lebte nicht zeitgleich mit dem Mammut der Kältesteppen. Die frühen Menschen der Eiszeit hielten ihre Eindrücke der Lebenswelten mit großer Kunstfertigkeit in Höhlenmalereien fest.