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Dominik Halmer
Projektraum

7 Sep 2018 — 6 Jan 2019

Dominik Halmers Bildobjekte stellen die Malerei in einen Zusammenhang, der funktionale Nutzbarkeit suggeriert. Indem das dreidimensionale Objekt und gemalte Elemente und Gesten über formale Analogien miteinander in Beziehung gesetzt werden, prallen unterschiedliche Realitätsebenen in einer poetisch-assoziativen Einheit aufeinander.

Halmers Bildobjekte basieren auf dem Gedanken einer sich in den Realraum erweiternden Malerei. Dabei wird die Malerei mit pragmatischen Funktionen konfrontiert, die ein Angebot oder eine Herausforderung zur (spielerischen) Nutzung ausstrahlen. Die Arbeiten sind dabei Teil eines Versuchsaufbaus, der das Verhältnis von Ding und Abbild, von Funktionalität und Kunstwerk hinterfragt. „Ready-made“ Objekte, wie Räder, Griffe oder Bälle verwendet Halmer dabei als „Werkzeuge“, um einen Aktivierungsimpuls bei Betrachter auszulösen.

Die Frage nach der eigenen Funktionalität innerhalb eines Systems und den darin zugrunde liegenden Werten, wird vor dem Hintergrund einer auf Optimierung ausgerichteten Gesellschaft im Betrachter reaktiviert.
In der für den Projektraum geplanten raumbezogenen Installation, in der sich einzelne Bildobjekte gegenseitig erweitern und miteinander in Bezug treten, thematisiert Halmer grundlegende Ideen von Transformation und Sinnhaftigkeit. Halmers „Bildeinheiten“ experimentieren dabei mit einem inneren Referenzsystem, in dem eine direkte Beziehung zwischen Leinwandbild, Objekt und Raumzeichen suggeriert wird. So entsteht ein Erfahrungsraum, der im Betrachter einen mentalen „Teilnahmeimpuls“ auslöst.