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Eduardo Chillida

16 Nov 2018 — 10 Mär 2019

Eduardo Chillida (1924—2002) ist der bedeutendste spanische Bildhauer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine monumentalen, ortsspezifischen Skulpturen aus Stahl, Stein und Beton, sind heute ikonische Werke. Zu ihnen gehören etwa die in seiner Heimatstadt San Sebastian auf drei Klippen montierten Peines del viento (Windkämme) von 1976, seine vor dem Berliner Bundeskanzleramt aufgestellte Stahlskulptur Berlin von 1999 oder die große, 1990 geschaffene Arbeit Elogio del Horizonte bei Gijon. Das weit ausgreifende Werk Chillidas wurde in namhaften Museen ausgestellt und erfuhr internationale Beachtung unter anderem bei der Auszeichnung mit dem Großen Preis der Biennale von Venedig im Jahr 1958 und vier documenta Teilnahmen.

Die umfassende Ausstellung im Museum Wiesbaden würdigt alle Aspekte und alle Schaffensphasen des umfangreichen Oeuvres Chillidas. Sie präsentiert in 6 Sälen das inhaltliche und formale Zusammenspiel der verschiedenen von ihm verwendeten Medien und Materialien und stellt seine großen Keramikwände, seine Skulpturen und Papierarbeiten im Zusammenklang vor. Die Ausstellung widmet sich besonders der Beziehung zwischen Kunstwerk und umgebendem Raum, ein Parameter, der in Chillidas Werk eine zentrale Rolle spielt: Betrachter ⁄ in, Kunstwerk und der (Ausstellungs-)Raum sollen nach dem Willen des Künstlers im Zusammenklang die Rezeption des Kunstwerkes begleiten. Körperlichkeit, Bewegung und Dimensionierung sind dabei Elemente, welche den monumentalen, vor allem aber immer abstrakten Skulpturen ihren durchaus sinnlichen Charakter verleihen.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Museo Chillida Leku.