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Als eines der ersten deutschen Museen wandte sich das Museum Wiesbaden ab den frühen 1950er-Jahren der in Entstehung begriffenen Strömung des Informel zu. Ein Protagonist dieser Bewegung war Karl Otto Götz, der in Wiesbaden 1953 zum ersten Male ausgestellt wurde. 1955 zeigte er drei Gemälde in der Ausstellung „glanz und gestalt ungegenständliche deutsche kunst“ und 1957 war er in der bahnbrechenden Ausstellung „couleur vivante“ abermals in Wiesbaden vertreten. Mit dem Gemälde Krakmo von 1957 besitzt das Museum Wiesbaden eines der schönsten und bewegtesten Werke des Künstlers.

Im Februar 2014 feierte Karl Otto Götz seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass widmen ihm das Museum Wiesbaden, die Nationalgalerie Berlin und das Museum Küppersmühle eine umfassende Werkschau. Rund 60 Hauptwerke des Künstlers werden einen Einblick in Götz’ vielschichtiges, nunmehr über acht Jahrzehnte währendes OEuvre vermitteln. Wirbelnde, explodierende Formen und zeichenhafte, abstrakte Strukturen — Götz’ Werk ist geprägt von der Suche nach unmittelbarer, freier Form, nach einem „poetischen Ausdruck im Ungegenständlichen“, wie der Künstler selbst beschreibt. Die Ausstellung möchte den Blick vor allem auf serielle Prozesse lenken, auf Zufälligkeiten, aber auch auf wiederkehrende Bildideen und Rhythmen, die seinen Bildern gleichermaßen Dynamik und Ordnung verleihen. Dabei wird auch Götz’ Einfluss auf zukünftige Künstlergenerationen, wie auf seine berühmten Schüler Sigmar Polke oder Gerhard Richter, offenkundig.

 

(Ausstellungsansicht, Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert © VG Bild Kunst Bonn 2019)

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