5 Feb 27 — 8 Aug 27
Terrine mit Seepferdchen (Detail), vor 1900 (Detail), Porzellanfabrik Rörstrand Wallander, Alf Eriksson, Per Algot, vor 1900, Museum Wiesbaden, Sammlung Ferdinand Wolfgang Neess Foto: Markus Bollen
Für den Bereich der Porzellankunst waren im Jugendstil die skandinavischen Manufakturen führend. Insbesondere der Königlichen Porzellanmanufaktur Kopenhagen kommt das Verdienst zu, mit der Adaption der japanischen Kunstauffassung auf Motive ihrer heimischen Lebenswelt und mit dem Erkennen des ästhetischen Potentials der Unterglasurdekoration ab 1885 die Maßstäbe in diesem Bereich zu setzen. Auch die Entwicklung der Kristallglasuren als besondere, eigenständige Gattung der Porzellankunst ist ihre originäre Leistung.
Die konkurrierende Kopenhagener Manufaktur Bing & Gröndahl brilliert um 1900 mit den skulpturalen, plastisch-expressiven und durchbrochenen Objekten der Willumsen-Periode.
Die Schwedische Manufaktur Rörstrand entwickelt ab 1895 eine eigene, auf reliefierte, teilplastische Fauna- und Flora-Elemente basierende Ästhetik ihrer Porzellanobjekte; außerdem entwickelt sie eine schwarze Glasur, die als Fonds für schwarzgrundige Dekore dient, die einzigartig sind.