Im Februar 2023 verstarb Erhard Zenker, welcher ehemals als Präparator am Museum Wiesbaden tätig war. Seiner Tochter hat das Landesmuseum die Übernahme seiner Bibliothek mit annähernd 1000 Büchern zu verdanken, die sich unter anderem der Vogelkunde widmen.
Mit weltweit zirka einer Millionen bekannter Insektenarten stellen diese die artenreichste Klasse im Reich der Tiere. Es wird jedoch vermutet, dass es noch fünfmal so viele Arten zu entdecken gibt.
Die fast 7000 Insektenpräparate umfassenden Schenkung von Gerhard Herbert Hauser steht am Museum Wiesbaden nun für die Erforschung dieser biodiversen Gruppe zur Verfügung.
Wespen, Bienen und Ameisen zählen zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Den Namen verdanken sie ihren meist häutigen Flügeln. Stefan Tischendorf, welcher als Ehrenamtlicher in der Hymenopteren-Sammlung tätig war, spendete weitere über 6000 Präparate seiner umfassenden Hymenopteren-Sammlung an das Museum Wiesbaden.
Als Drusen werden Gesteine bezeichnet, deren Hohlraum mit Kristallen überzogen ist. Eine Achat-Druse konnte gemeinsam mit einem Chalkopyrits von Christopher Thomas übernommen werden. Beide werden im 2025 eröffnetem Themenraum „Wandel“ ausgestellt.
Gegenstände aus dem Alltag, der Religion oder dem rituellen Leben verschiedener Kulturen erzählen von deren handwerklicher Praxis, sozialem Gefüge und spirituellen Vorstellungen. Viele dieser sogenannten Ethnographica kamen während der Kolonialzeit in europäische Sammlungen. Heute rücken ihre Herkunft, Bedeutung und die Umstände ihres Erwerbs in den Mittelpunkt einer kritischen Auseinandersetzung.
Die von Dr. Daniza Zahorka, Jonathan Mandel und René Böll überreichten Ethnographica erweitern die Sammlung des Museums.
Die Polnische Cochenille parasitiert auf dem Ausdauernden Knäuel und verschiedenen anderen trockenresistenten Pflanzen und Gräsern. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Sachsen und Franken, über Osteuropa bis nach Kleinasien. Sie wurde weit über ihr natürliches Verbreitungsgebiet hinaus gehandelt und Färber in Europa und Asien schätzten sie. So wurde etwa der in Ostsibirien in einer Eislinse konservierte Pazyrk-Teppich aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. mit ihr gefärbt.
Im Rahmen der Ausstellung „Tierisch Rot“ entstand dieses Kleindiorama.
Titelmotiv:
Aufbau des Giraffenmodells, Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert