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Lucian Berhard, Verein der Plakatfreunde, 1908, Farblithografie, Druck: Hollerbaum & Schmidt, Berlin, Plakatsammlung Maximilian Karagöz. Foto: Museum Wiesbaden/Bernd Fickert

Plakate aus der ersten Hochphase deutscher Plakatgestaltung (1913—1921)

Der männliche und weibliche Blick auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft

Grafische Entwerferinnen: Emanzipation durch Plakatgestaltung

Thema von Publikation und Ausstellung »PLAKATFRAUEN. FRAUENPLAKATE« ist das wechselvolle Verhältnis zwischen dem Plakat als künstlerisch-gestalterisches Medium und der Rolle, die Frauen hier einnehmen.

Eine Auswahl aus den Sammlungen F. W. Neess und Maximilian Karagöz’ zeigt die vielfältigen Rollen von Frauen, wie sie auf Plakaten in der Öffentlichkeit dargestellt wurden. Diese Arbeiten aus der ersten Hochphase deutscher Plakatgestaltung (1905—1921) setzen verschiedene Rollen des Weiblichen gestalterisch gekonnt in Szene und vermitteln sie so an die Gesellschaft: Sie verdeutlichen, welches Verhalten sozial erwünscht, welche Freiräume denkbar, aber auch, welche Grenzen nicht verhandelbar waren.

Für den männlichen Plakatentwerfer ist die Frau das Modell, das vielfältig eingesetzt wird.

Aber auch Frauen gestalteten professionell Plakate und dies zu einer Zeit, in der sie noch stark mit Vorurteilen gegen ihr Geschlecht zu kämpfen hatten. Ihre Plakate zeigen das wachsende Selbstbewusstsein von Frauen, sich von kunsthandwerklichen Unikaten ebenso wie von kleinen Formaten zu verabschieden und stattdessen mit großformatigen und in hoher Auflage reproduzierbaren Werbemitteln in die Öffentlichkeit zu treten: Emanzipation durch Plakatgestaltung.

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