Der niederländische Bildhauer Auke de Vries ist in Wiesbaden durch Museums- und Galerieausstellungen, durch die Teilnahme am Skulpturensommer 2004 und durch seine künstlerische Gestaltung des Kranzplatzes bekannt.

Die Ausstellung "Intervention (Nester)" zeigt drei schwebende farbige Metallskulpturen, die sich für das Auge des Betrachters wie Nester im Raum verankern, wie Raumschiffe darin unterwegs sind. Sie gehören zu einer Gruppe von sechs spielerischen Entwürfen, deren Anlass eine gedankliche Intervention gewesen ist: Was wäre, wenn sich in dem perfekten Design des 2006 vollendeten Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart, das die Geschichte dieser Automarke erzählt, Kunst einnisten würde? Ein Auftrag des Künstlers an sich selbst, ein Gedankenspiel, um die Weite des Raumes im Stuttgarter Museumsfoyer zu beleben.

Eine kleine Reise führt diese Skulpturen aus dem Atelier des Künstlers in Den Haag nun nach Wiesbaden: In waghalsiger Equilibristik schweben sie fröhlich unter den Oberlichtgaden der Kunstsammlung. Ebenso wie die inzwischen berühmt gewordene Skulptur "Gelandet" auf dem Dach des Daimler Services Gebäude in Berlin erzählen auch die drei Wiesbadener Skulpturen uns vom Anderen, nicht Gewöhnlichen.