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Mieko Shiomi

Intervention

21 Jul 22 — 25 Sep 22

Hartmut Rekort Fluxus-Internationale Festspiele Neuester Musik, 1962 © Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm

Hürden, jedoch auch Möglichkeiten, Kontakte zu pflegen, sich zu vernetzen und in Interaktion zum privaten wie beruflichen Umfeld zu treten, prägten in den vergangenen Pandemiejahren den Alltag vielen Menschen. „Social Distancing“, oder vielmehr das „physical distancing“, bestimmte das Miteinander und steigerte den Nutzen sozialer Medien oder von diversen Videokonferenzanbietern. Das 60-jährige Jubiläum der Kunstströmung Fluxus vor Augen, deren Hauptakteur:innen im September 1962 den Vortragssaal des Museums Wiesbaden im Rahmen der Fluxus Internationalen Festspiele Neuester Musik bespielten, lohnt sich in diesem Kontext der Blick zurück — aber auch nach vorn.

Denn bereits 1965 initiierte die heute 84-jährige japanische Künstlerin Mieko Shiomi mit ihrem konzeptuellen Werk „Spatial Poem“ (1965—1975) eine Kunstaktion, die im Umfeld des Fluxus und im direkten Austausch mit prominenten Vertreter:innen die Dimensionen der spielerischen Interaktion über eine räumliche Entfernung hinweg verdeutlichte — Überschneidungen zu parallelen Entwicklungen der Mail Art, oder gar der sich später entwickelnden, sich davon emanzipierenden Netzkunst– nicht ausgeschlossen!

Eingebunden in das stadtübergreifende Präludium „FLUXUS SEX TIES“ zum Kunstsommer 2023, wird damit eine Brücke geschlagen und zugleich die Frage aufgeworfen, wie sich die Fluxus-Bestrebungen unter heutigen Parametern manifestieren (können) und welche Grundsätze der Kunstströmung auch sechzig Jahre später nicht an Aktualität eingebüßt haben.

FLUXUS SEX TIES

Veranstaltungen

24 Sep 22, 18 Uhr, Vortragssaal
„Judy Dunaway. Ballon Music. Soloworks“


Die Klangkünstlerin Judy Dunaway ist die weltweit profilierteste Spezialistin für Luftballons als Klangerzeuger. Seit mehr als 30 Jahren entwickelt und performt sie — als Teil einer feministischen künstlerischen Praxis — Ballonmusiken. Zu erleben ist die Präsentation von Solokompositionen und –improvisationen für Latexballons als ein Konzert, in dem ihr Körper zur Einheit mit dem Ballon wird. Ein besonderer Teil des Programms wird die Aufführung ihrer „Balloon Symphony No. 1“ unter Beteiligung des Publikums sowie der Komposition „Solo for Balloons“ von George Maciunas aus dem Jahr 1963 sein.

www.judydunaway.com


Veranstalter: Kulturamt Wiesbaden in Kooperation mit dem KunsthausKuratorium


25 Sep 22, ab 14 Uhr, Museum Wiesbaden
AdHoc zu Gast im Museum Wiesbaden


Im Wiesbadener Museum inszeniert das Künstlerkollektiv „AdHoc“ Intermediales, basierend auf den Scores der bekannten Fluxuskünstlerin. Erste Station ist der Vortragssaal des Museums, wo die Besucherinnen und Besucher interaktive Installationen zur spielerischen Umsetzung der vorgegebenen Handlungsanweisungen erwarten. Von hier ausgehend wird in performativen Aktionen, gemeinsam mit dem Publikum, Shiomi-Fluxus im Stadtraum und natürlich auch auf dem Stadtfest erlebt und verteilt. Und wer kann, sollte nochmal aufs Museumsklo — Was war nochmal Fluxus? AdHoc-Kollektiv kommen zusammen: Sonja Bender, Mario Krichbaum, Verena Schmidt und N. N.

Veranstalter: GODOT (www.godot-westend.de) und Museum Wiesbaden

Kalender

Jul 22

Do 21
17:30
ERÖFFNUNG

Fluxus 2022: Mieko Shiomi

Intervention
Hartmut Rekort Fluxus-Internationale Festspiele Neuester Musik, 1962 © Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm

Bereits 1965 initiierte die japanische Künstlerin Mieko Shiomi (*1938) im Umfeld von Fluxus das konzeptuelle Werk „Spatial Poem“ (1965–1975). Die dazu eingeladenen Teilnehmer/innen setzten sich dabei interaktiv und spielerisch über eine räumliche Entfernung hinweg. Noch heute lassen sich darin Überschneidungen zu der sich später entwickelnden Netzkunst bis hin zur aktuellen Meme Art aufzeigen.

Mi 27
12:15 —12:35
KUNSTPAUSE

Intervention: Mieko Shiomi

Mit Jana Dennhardt. M.A.
Jeden Mittwoch um 12:15 Uhr bieten die Fachwissenschaftler*innen des Museums Wiesbaden eine Kurzführung entweder in den Kunstsammlungen oder der Naturhistorischen Sammlung an.
3,— Euro, inkl. Eintritt Teilnehmerzahl begrenzt

Weitere Termine

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