14 Mai 27 — 10 Okt 27
Der achte Alexej von Jawlensky-Preis für ein Lebenswerk geht 2027 an die Malerin Suzan Frecon (geb. 1941). Die US-amerikanische Künstlerin hat sich durch ihre kontinuierliche Arbeit in einem männlich dominierten Kunstbetrieb über Jahrzehnte hinweg behauptet. Ihr Werk erforscht auf eindrucksvolle Weise das Zusammenspiel von Licht und Farbe, wobei die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen von größter Subtilität sind. Die Konsequenz und Beharrlichkeit ihrer Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen des Malerischen — jenseits aller Moden — hat die Jury überzeugt. Mit der Reduktion ihrer Sprache erschafft sie intensive Werke von stiller Intimität. Mit der Auszeichnung wird ein künstlerisches Werk geehrt, das sich durch seine Integrität, Eigenständigkeit und Ruhe auszeichnet.
Die Ausstellung von Suzan Frecon konzentriert sich auf aktuelle Werke. Ihre großformatige Malerei füllt dabei sechs Säle der zentralen Gemäldegalerie des Museums Wiesbaden. Dosiert einströmendes Tageslicht wird die Werke in besonderer Weise zum Leuchten bringen, zugleich aber auch einen Wandel der Malerei im Laufe der Tage und Wochen sichtbar machen.