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Doch die Käfer — Kritze, kratze!

Studienausstellung

15 Mai 22 — 6 Nov 22

Großer Rosenkäfer. Foto: Museum Wiesbaden / Fritz Geller-Grimm

„Die Pflanzen und Tiere sind nicht nur Objekte wissenschaftlicher Messkunst und Betrachtung, sondern unendlich viel mehr. Sie sind auch schön, geheimnisvoll und mannigfaltig in einer Weise, die nie ergründet werden wird. In diesem Sinne sind sie nicht Ausschnitte, Spezialitäten, sondern Schlüssel zur gesamten Natur.“

Aus Subtile Jagden von Ernst Jünger

Obwohl Käfer die aktuell artenreichste Tierordnung darstellen, sind sie in unserem Alltag kaum präsent. Das liegt sicher daran, dass nur sehr wenige von ihnen uns Menschen in die Quere kommen. Und selbst bekanntere, wie Bohr-, Mehl- und Pelzkäfer, verbergen sich meist erfolgreich vor unseren Blicken. Die Studienausstellung nähert sich den sechsbeinigen Panzertieren mit dreidimensionalen Lebensbildern und bietet so Stoff für eigene Naturforschung. Jean-Henri Fabre und Ernst Jünger sind uns dabei literarische Helfer. Beide schufen ein neues Instrumentarium zum Verstehen dieser Vielfalt an Formen und Verhaltensweisen. Und nicht nur Wilhelm Busch hat dem bekanntesten Käfer in Deutschland ein Denkmal gesetzt: „Jeder weiß, was so ein Maikäfer für ein Vogel sei …“

Vorträge zur Studienausstellung

Di 13 Sep 22, 18:00
Schwarzfahrer mit Gift-Cocktail — Spannendes aus dem Reich der Ölkäfer

Mit Dr. Johannes Lückmann

Di 11 Okt 22, 18:00
Alkohol, Inzucht und Kinderarbeit — Neue Einblicke in das Leben heimischer Borkenkäfer

Mit Prof. Dr. Peter Biedermann

Ausstellungsansichten

Ausstellungskatalog

Auto: Fritz Geller-Grimm, Museum Wiesbaden 2022
80 Seiten mit 36 Abbildungen
dt./en., 26 x 19 cm, Hardcover

ISBN: 978-3-89258-139-0

Preis 12,— €

Kalender

Hier finden Sie das Begleitprogramm zur Ausstellung, sobald es im Veranstaltungskalender veröffentlich wurde.

Weitere Termine

„Das ist es, was ich gesucht habe, hoc erat in votis: ein Stück Land, nein, nicht besonders gross, aber abgeschlossen und geschützt vor neugierigen Blicken; ein Stück Land, verlassen, unfruchtbar, von der Sonne verbrannt, aber günstig für Disteln und Hautflügler. Da kann ich Sandwespe und Grabwespe befragen, ohne von Passanten gestört zu werden.“

Aus den Souvenirs entomologiques von Jean-Henri Fabre

Nördlich von Orange am westlichen Rand des Mont Ventoux liegt das Dorf Sérignan-du-Comtat. Hier kann man noch heute den Garten, das Haus und die Studienräume von Jean-Henri Fabre (1823—1915) besuchen. An diesem geschützten Ort verbrachte einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler den größten Teil seines Lebens. Seine Forschungsreisen hatten meist den eigenen Garten, seinen Harmas, zum Ziel.

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