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Mittsommernacht

Harald Sohlberg: Ein norwegischer Landschaftsmaler um 1900

12 Jul — 27 Okt 19

Harald Sohlberg, Sommernacht, 1899

Das Museum Wiesbaden zeigt in enger Kooperation mit dem Nationalmuseum Oslo anlässlich des 150. Geburtstags des norwegischen Künstlers Harald Sohlberg (1869—1935) die erste Retrospektive des Malers auf dem europäischen Festland. Sohlberg, der ein Zeitgenosse und Freund Edvard Munchs (1863—1944) war, hat mit seinem Hauptwerk „Winternacht in Rondane“, an dem er zwischen 1899 und 1914 über 15 Jahre arbeitete, ein Bild geschaffen, das die „Seele“ der Norweger noch heute im Kern berührt. Es wurde von den BürgerInnen in den 1990er-Jahren zum beliebtesten Gemälde des Landes gewählt. Diese Ikone der norwegischen Kunst, die seit der Erwerbung durch das Nationalmuseums im Jahr 1918 noch nie ausgeliehen war, in Wiesbaden zu präsentieren, ist außergewöhnlich.

Wie sehr Harald Sohlberg mit der deutschen Malerei verbunden ist, zeigt ein Blick auf seinen Lebenslauf: Sohlberg hat in Kristiana ⁄ Oslo (1885) begonnen zu malen und machte im Anschluss daran internationale Erfahrungen, u. a. in Kopenhagen (1891), Paris (1895) und Weimar (1896 ⁄ 97). Auf den Spuren seines Landsmannes Johann Christian Clausen Dahl (1788—1857), der über 30 Jahre in Dresden lebte, hat er auch die Malerei des großen deutschen Romantikers Caspar David Friedrich (1774—1840) kennengelernt. Sohlberg, der künstlerisch zwischen Tradition und Moderne steht, vereint in seinen Bildern einerseits Romantik, Symbolismus und Jugendstil, andererseits kann in ihm aufgrund seiner menschenleeren Landschaften ein Protagonist der progressiven Stilrichtung „Neue Sachlichkeit“ erkannt werden.

Die Ausstellung umfasst 80 Werke (davon 60 Gemälde) und bildet Sohlbergs Entwicklung repräsentativ ab, von seinen frühesten Arbeiten als 20-Jähriger bis zu seinem letzten Lebensjahr. Schirmherr der Ausstellung ist Ministerpräsident Volker Bouffier.

Kalender

Hier finden Sie das Begleitprogramm zur Ausstellung, sobald es im Veranstaltungskalender veröffentlich wurde.