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Rot, Weiß, Blau

Farbgeschichten aus Hessen

17 Mär — 18 Aug 19

Rot, Weiß, Blau: Getrocknete Krappwurzeln, Mineral Baryt und synthetisches Ultramarin. Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Rot, Weiß, Blau — das sind nicht nur die Farben des hessischen Wappens. Eine Kabinettausstellung der Naturhistorischen Sammlungen zeigt an Beispielen vom 16. Jahrhundert bis heute, wie die Region mit Farben und Farbmitteln verbunden ist. Biebricher Scharlach, Frankfurter Schwarz und Kasseler Braun sind Farbmittel, die schon in ihrem Namen auf Hessen verweisen. Im blauen Ländchen, bei Nastätten im Taunus, wurde mit Waid gefärbte Wolle zu charakteristischen blauen Stoffen verarbeitet. In Darmstadt gründet Wilhelm Büchner, Bruder von Georg Büchner, im 19. Jahrhundert eine Blaufabrik. Etwa zur gleichen Zeit wird im Odenwald ein Kleinkrieg um den Barytabbau für weiße Pigmente ausgefochten. Andere erkannten damals das Potential der Teerchemie und an Main und Rhein wird eine Farbfabrik nach der anderen gegründet. Mit roten und violetten Farbstoffen starteten sie in eine gewinnreiche Zukunft. Heute ist die Farbchemie bis auf wenige Spezialisten aus der Region verschwunden — ein Grund, Farben und Farbmittel ins Museum zu bringen und ihre Geschichten zu erzählen.

Kalender

Hier finden Sie das Begleitprogramm zur Ausstellung, sobald es im Veranstaltungskalender veröffentlich wurde.